Basketballer heißen Asylbewerber willkommen

Es war eine spontane Idee, und sie wurde sofort umgesetzt.  Damit sollte ein Zeichen gesetzt werden, dass die vor Kurzem in Roth einquartierten Asylbewerber willkommen sind. Ungefähr ein Drittel der Asylbewerber sind Kinder und für die gibt es kein Sportangebot. So kam die Basketballabteilung der SpVgg Roth auf die Idee genau hier anzusetzen und ein entsprechendes Angebot zu organisieren.

Durch das große Engagement der letzten Jahre konnte auf ein funktionierendes Netzwerk zurückgegriffen werden. Der Helferkreis der Asylbewerber fungiert dabei als Scharnier zwischen den Familien der Asylbewerber und dem neuen Sportangebot. Er koordiniert die Termine, kommuniziert das Angebot an die Familien und begleitet beispielsweise die Kinder von der Unterkunft zum Sportplatz.

Aus Bamberg wurde das bewährte Konzept BasKidBall vom Verein für Innovative Sozialarbeit mit Sport übernommen. Schirmherr dieses Konzeptes ist niemand geringerer als Dirk Nowitzki. Das Landratsamt stellt unbürokratisch Hallenzeiten am Förderschulzentrum und am Gymnasium zur Verfügung. Darüber hinaus übernimmt das Jugendamt die Kosten für die Sozialarbeiter der Rummelsberger Diakonie, die das Projekt vor Ort begleiten.

Die sportliche Betreuung übernehmen Trainer der SpVgg Roth. Unterstützt werden sie von Jugendspielern der Basketballabteilung. Sogar Pfarrer Glenk von evangelischen Kirchengemeinde, selbst passionierter Basketballer hat zugesagt, nach Möglichkeit eine Trainingseinheit zu übernehmen. Auch der Vorstand der TSG 08 Roth hat auf Anfrage bei aller sportlichen Konkurrenz sofort seine Unterstützung zugesagt. Die Details werden gerade noch geklärt.

Ziel ist es, Kindern ein niedrigschwelliges, wöchentliches und kostenfreies Sportangebot zu unterbreiten. Dieses Angebot ist offen und nicht nur für die Kinder der Asylbewerber. Einmal im Monat findet eine Sportsprechstunde mit Dolmetschern statt, bei denen gemeinsam mit den Eltern besprochen wird, welche Sportart für ihre Kinder passend ist.Anschließend wird versucht, die Kinder in die passenden Sparten der örtlichen Vereine zu vermitteln. Hierfür können die Bildungsteilhabegutscheine des Sozialamtes genutzt werden.

In der vergangenen Woche ging es los und schon beim ersten Mal kamen knapp 20 Kinder mit ihren Eltern und hatten gemeinsam eine Menge Spass. Und auch diesen Montag trafen sich wieder Trainer und Sozialarbeiter mit den Kindern. Zwar sind noch ein paar organisatorische Details zu klären, aber wichtig ist zunächst einmal, dass die Kinder ab sofort eine Möglichkeit zur sportlichen Betätigung haben. Der gemeinsame gute Wille hilft durch Sport kulturelle und sprachliche Hürden zu überwinden.“

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