Wir trauern um Benjamin Zang

Nürnberg, 11 Dezember 2014 (cvh)

Zum zweiten Mal in kurzer Zeit müssen die Rother Basketballer mit einem tragischen und unerwarteten Verlust fertig werden.

2014 12 Ben s

Für uns alle unfassbar, wurde Ben durch eine plötzliche, schwere Krankheit aus unserer Mitte gerissen. Er war zwar kein Coach in Roth, aber der Dreh- und Angelpunkt unserer Kooperation mit mehreren mittelfränkischen Vereinen im Jugendleistungsbereich, so dass wir in den letzten Jahren sehr eng zusammengearbeitet haben. Seit er in Mittelfranken die Jugendarbeit im Basketball mit in der Hand hatte, ging auf einmal alles aufwärts. Neue Teams gründeten sich, Kooperationen entstanden, an immer mehr Schulen wird Basketball gespielt und neue Leistungsteams haben sich etabliert.

Bens Art war einzigartig. Er hatte alles organisatorisch im Griff, alles war transparent. Mit seinen ausführlichen, strukturierten Mails wussten immer alle jederzeit über alles Bescheid. Mit allen Eltern, die ihre Kinder in Bens Obhut gaben, war er in persönlichem Kontakt. Er nahm sich für jeden Zeit und schaute nie auf die Uhr. Für die Kinder und Jugendlichen war er Halt, Vorbild, Vertrauensperson und Antreiber. Ben wusste bei jedem seiner Schützlinge, was in ihm steckt und wohin er ihn bringen wollte. Das war nicht immer bequem. Aber sie gingen immer wieder ins Training, denn sie vertrauten ihm und spürten, wie er sie stark machte. Vor allem anderen hatte Ben ein großes Herz und unendlich viel Liebe für „seine Jungs“.

Ben konnte gut zuhören und versuchte immer auszugleichen und zusammenzuführen. Er scheute sich aber auch nie zu widersprechen – egal wem. Wenn es ihm um die Sache ging, war es ihm völlig egal, wem er auf die Füße trat. Seit Leitsatz war: „Es geht um die Jungs!“ Da kannte er keine Kompromisse.

So geduldig er mit Menschen war, so ungeduldig war er in der Sache. Er gab sich immer ganz, ohne Rücksicht auf seine eigenen Interessen und Reserven. Wann immer ihm jemand sagte „Achte auf Dich!“, kam nur ein „Ja, ja, geht schon“ und dann ging’s weiter im Programm. Er war nie wirklich zufrieden und suchte immer nach Wegen, es noch besser zu machen.

Lieber Ben, das Loch, das dadurch entstanden ist, dass Du gehen musstest, ist riesig. Wir können Dich nicht ersetzen und Du fehlst uns unendlich. Wir verlieren einen im positiven Sinne basketballverrückten Freund. Doch Du hast ein starkes, solides Fundament aufgebaut. Es steht. Wir machen weiter, so gut wir es ohne Dich können. Versprochen!

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