U14 Bayernliga – Aufholjagd gegen Neustadt kam zu spät

Neustadt / Waldnaab, 10. Januar 2015 (cvh)

Das u14 -Bayernliga-Team der SpVgg Roth startete mit einem schweren Auswärtsspiel gegen den Tabellenzweiten Neustadt an der Waldnaab ins neue Jahr. Nach starker Aufholjagd unterlag Roth knapp mit 87:92.

Die Rother Korbjäger erwischten einen rabenschwarzen Start. Die ausgeschlafenen Neustädter mit ihren Topscorern Bruhnke und Wenzel machten ihren scheinbar noch im Winterschlaf verharrenden Gästen gleich zu Beginn mit etlichen 3-Punkten-Würfen das Leben schwer. Immer wieder fehlte dabei die Abstimmung und Kommunikation in der sonst so soliden Rother Verteidigung. Die mangelhafte Aggressivität in der Defense ließ so einerseits zu viele einfache Körbe der Gastgeber zu und verhinderte andererseits das schnelle Umschalt- und Fastbreakspiel der Rother. So setzen sich die Hausherren bis zum Ende des ersten Viertels mit ernüchternden 39:14 Punkten ab.

Nach der Ansage von Coach Felix Hilgart in der Viertelpause gelang es den der Spielvereinigung dann immerhin die Konzentration zu erhöhen. So konnten die Mittelfranken das zweite Viertel dann bereits ausgeglichen gestalten und verkürzten minimal um zwei Punkte zur Halbzeit auf 42:65.

Doch die zweite Halbzeit sollte ein völlig anderes Bild bieten. Was auch immer in der Kabine geschah – es zeigte Wirkung: Die mittelfränkischen Talente starteten wie ausgewechselt eine engagierte Aufholjagd und kämpften sich Punkt um Punkt heran. Allen voran David Albrecht, den die Neustadter Verteidigung zu diesem Zeitpunkt nicht mehr unter Kontrolle zu bringen schien. Ein ums andere Mal erarbeitete er sich einfache Wurfchancen oder setzte gekonnt seine Mitspieler in Szene. Ende des dritten Viertels kamen die Jungs um weitere zehn Zähler auf 60:73 heran. Die Wende schien möglich.

Auch im letzten Viertel zeigten die Gäste weiter begeisternden Basketball und die Mitgereisten Eltern und Zuschauer sorgten dabei fast schon für eine heimische Kulisse. Die Einzelaktionen der Hausherren liefen immer wieder ins Leere und schließlich begannen sie sich mehr mit den Schiedsrichtern und Zuschauern zu beschäftigen als mit dem Spiel an sich. Nach zwei technischen Fouls gegen Spieler und Trainer der Neustädter betrug der Rückstand drei Minuten vor Ende dann nur noch zwei magere Punkte (87:89). Die großen Jungs der Spielvereinigung waren drauf und dran das zur Halbzeit schon verloren geglaubte Spiel noch zu drehen. Nach einem weiteren Ballgewinn lief der Rother Kapitän und Bayernauswahl-Spieler Finn Nowak alleine auf den Korb zu, war erfolgreich mit seinem Korbleger – und wurde dann vom Schiedsrichter durch eine völlig unverständliche Schrittfehlerentscheidung zurück gepfiffen. Anstatt den Ausgleich zu erzielen, mussten die Gäste in der folgenden Defensivsequenz den Neustadter Topscorer Kay Bruhnke foulen um die Spieluhr anzuhalten. Der traf einen von den zwei daraus resultierenden Freiwürfen und erhöhte somit auf 87:90 aus Rother Sicht. Nach einer Auszeit vergaben die Gäste dann abermals die Chance auf den Ausgleich denkbar knapp und mussten drei Sekunden vor Schluss wieder foulen um die Uhr zu stoppen. Die Neustadter verwandelten auch diesmal beide Freiwürfe sicher und brachten somit den Sieg in trockene Tücher. So mussten sich die Rother wie auch im Hinspiel, dem Team aus der Oberpfalz knapp geschlagen geben (87:92).

„Nach einem desaströsen ersten Viertel haben wir zehn Minuten solide und die letzten 20 Minuten überragenden Basketball gespielt. Aber wenn du gegen eine Mannschaft mit einem solch überragenden Spieler, der jedem Verteidiger Probleme bereiten kann, spielst, reicht das eben nicht immer. Trotzdem geht das Ergebnis aus meiner Sicht in Ordnung, da wir so einfach nicht ins Spiel hätten starten dürfen“, resümierte Felix Hilgart nach der Partie. „Das ist ein Problem, das sich schon durch die ganze Saison zieht, vielleicht müssen wir etwas an unserer Herangehensweise ändern, bis zu den Playoffs müssen wir das abstellen!“

In der Tabelle der Bayernliga Nord stehen die Mittelfranken damit weiterhin auf Platz 3 hinter Bamberg und Neustadt.

Es spielten: David Albrecht (19 Punkte, 1 Dreier), Paul Amthor (17, 1), Adrian Bergmann (10), Christian Feneberg (9), Luca Mailer (2), Finn Nowak (24, 2), Niklas Oestreicher (0), Jakob Trunk (3), Chris Wagner; verletzt: Marten Przybille

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