TORNADOS FRANKEN – Das Konzept zur nachhaltigen Entwicklung des Jugend-Leistungsbasketballs in der Region

Hinter dem Projekt TORNADOS FRANKEN verbirgt sich eine Kooperation des Post SV Nürnberg, des TV Altdorf, der FIBALON Baskets Neumarkt und der SpVgg Roth, die es sich zum Ziel gesetzt haben, den Jugend-Leistungsbasketball in der Metropolregion Nürnberg-Fürth-Erlangen zu etablieren.

roth altdorf post

Konkret bedeutet das, dass sich die Partnervereine gemeinsam dafür engagieren, dass die Spieler- und Talentbasis im Minibereich, also die Jahrgänge U10 bis U12, maximal verbreitert wird. Zudem sollen mittelfristig drei wettbewerbsfähige Bayernligateams in der Altersklasse U14 aufgestellt werden und ein Perspektivteam in der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) unter dem Namen TORNADOS FRANKEN spielen.

Um die bestmögliche spielerische Entwicklung zu ermöglichen, werden je nach Altersklasse und Liga zwei bis fünf Trainingseinheiten für die Leistungsspieler angeboten. Diese lassen sich in Mannschafts-, Athletik- und Individualtrainings aufteilen.
Zusätzlich dazu sollen die Spieler durch internationale Turniere, wie das, welches in den vergangenen Osterferien in Wien besucht wurde, und Leistungscamps, wie sie der Post SV Nürnberg Ende September veranstaltet, gefördert werden.

Für die Saison 2015/16 wurden nach den Tryouts in der U14 Bayernliga zwei Mannschaften gemeldet. Eine mit dem Standort Nürnberg, die von Philipp Riegel und Stefanie Friesen trainiert wird und die zweite, unter den Coaches Sherick Elcamel und Nico Dilukila, in Altdorf/Roth.

Am Wochende vom 20./21. Juni stand dazu bereits das Qualifikationsturnier für die JBBL auf dem Programm. Leider konnte sich das Perspektivteam dort nicht durchsetzen und musste der Konkurrenz von rent4office Nürnberg und Oettinger Rockets Gotha den Vorzug lassen. Dennoch sicherte man sich den dritten Rang vor den Crailsheim Merlins und dem Team Niederbayern. Dieser dritte Rang reicht aber leider nicht für die Qualifikation und so muss ein neuer Anlauf im nächsten Jahr angegangen werden.
Diese Aufgabe hat für Christian Braun, den Trainer der JBBL-Mannschaft, höchste Priorität.

braun

Der 37-jährige Ehemann und Vater von zwei Kindern war ca. 10 Jahre als aktiver Spieler beim TV Fürth. Als Trainer ist er seit seinem 15. Lebensjahr bei folgenden Vereinen tätig gewesen:

  • TV Fürth
  • TS Herzogenaurach
  • TV Vach
  • Nürnberger BC
  • Post SV Nürnberg
  • Bezirk MFR

Dort trainierte er fast alle Altersklassen (U12 bis zu Seniorenbereich) und Ligen (Kreisliga bis sogar zur 2. Bundesliga).

Das Projekt TORNADOS FRANKEN schätzt Braun folgendermaßen ein:
„Dass wir die Quali für die JBBL inzwischen zweimal verpasst haben ist sicherlich keine erfreuliche Nachricht. Dennoch bin ich mit dem Projekt sehr zufrieden. Die beteiligten Vereine engagieren sich sehr und es gibt ein Geben und Nehmen – ein tolles Miteinander. Dazu gibt es enorme Fortschritte im Mini-Bereich. Hier verbreitert sich die Basis ständig. Deshalb sind wir z.B. schon mehrere Saisons in der Lage gleich zwei u14BYL-Mannschaften zu stellen. Ich bin sicher, dass sich die Basisarbeit auszahlt und wir aus der guten und breiten Basis zeitnah auch eine Spitze in der Jugend-Basketball-Bundesliga bilden können.“

Die U14-Bayernliga-Teams sieht er vorrangig als Ausbildungsmannschaften: „Die Ergebnisse sind zweitrangig.“, erklärt Christian. „Es geht um die, vor allem technische und athletische, Ausbildung aller Spieler, um das Sammeln von Erfahrungen auf höchstmöglichem Niveau und um den Wettkampf. Wir wollen die Spieler auch sozial weiterbringen und eine Gemeinschaft schaffen.“

Der ursprünglich für die JBBL gedachte Kader, steht nun auch vor großen Umstrukturierungen: „Sicher ist, dass ich uns in der Verantwortung sehe, unsere Athleten eine JBBL-Spielmöglichkeit zu bieten. Dazu stehe ich in Kontakt mit anderen Vereinen und erörtere sinnvolle Möglichkeiten. Dazu wollen wir den Spielern auch selbst eine Spiel- und Entwicklungsmöglichkeit aufzeigen. Aktuell gibt es einige Ideen. Ich führe viele Gespräche in alle Richtungen, es gibt aber noch keine abschließende Lösung. Wir nehmen unsere Verantwortung gegenüber den Athleten sehr ernst und scheuen keine Mühe dieser Verantwortung gerecht zu werden.“

Dabei sollen die Jungs in der höchstmöglichen Liga spielen, um optimale Wettkampf- und Entwicklungsmöglichkeiten zu bekommen. Die Verbundenheit zum Heimatverein ist Braun dabei von großer Bedeutung: „Davon lebt auch die Kooperation. Somit versuchen wir natürlich primär sinnvolle Spielmöglichkeiten der Spieler im Heimatverein, als auch nahegelegen, zu finden.“

In den nächsten Jahren werden die Lehren aus den letzten beiden JBBL-Qualifikationen umgesetzt werden. Dabei muss und soll die Kooperation gesund wachsen und die Basisarbeit ausgeweitet und weiter verbessert werden.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Tornados Franken veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s